1965 – Amtszeit von Hans‑Hugo Machnik
Im Jahr 1965 übernahm Hans‑Hugo Machnik das Amt des Ortsbeauftragten von seinem Vorgänger August Dörnemann. Mit diesem Führungswechsel begann eine fast drei Jahrzehnte währende Amtszeit, die zu den prägendsten in der Geschichte des Ortsverbandes Recklinghausen zählt.
Unter der Leitung von Hans‑Hugo Machnik entwickelte sich der Ortsverband organisatorisch wie technisch stetig weiter. Seine Amtszeit umfasste zahlreiche strukturelle Veränderungen, den Ausbau der Einsatzbereitschaft sowie die Bewältigung vielfältiger Schadenslagen im In- und Ausland. Machnik führte den Ortsverband durch eine Zeit des Wandels, in der der Bevölkerungsschutz zunehmend professionalisiert und das THW als feste Größe im Katastrophen- und Zivilschutz etabliert wurde.
Mit seinem langjährigen Engagement legte er wichtige Grundlagen für die spätere Entwicklung des Ortsverbandes und prägte über fast 30 Jahre hinweg dessen Identität, Leistungsfähigkeit und Zusammenhalt.
1967 – Neue Unterkunft auf dem Zechengelände König Ludwig IV/V
Im Jahr 1967 erhielt der Ortsverband Recklinghausen eine neue und deutlich verbesserte Unterkunft. Sowohl der Ortsverband als auch die Geschäftsstelle konnten auf dem ehemaligen Zechengelände König Ludwig IV/V an der Suderwichstraße untergebracht werden. Die dortigen Gebäude, darunter auch ein alter Lokschuppen, boten ausreichend Platz für Material, Fahrzeuge und Ausbildungsbetrieb – mussten jedoch zunächst umfassend hergerichtet werden.
Der Umbau erfolgte weitgehend in Eigenleistung durch die Helferinnen und Helfer des Ortsverbandes. Mit großem Engagement wurden Werkstätten, Lagerräume und Ausbildungsflächen geschaffen und an die Bedürfnisse des THW angepasst. Die Arbeiten spiegelten den starken Zusammenhalt und die hohe Einsatzbereitschaft der Helferschaft in dieser Aufbauphase wider.
Auf dem Gelände waren neben dem THW auch die Geschäftsstelle sowie der Bundesluftschutzverband (BLSV) untergebracht. Der BLSV wurde 1968 in den Bundesverband für Selbstschutz umbenannt und 1997 im Zuge der Neuordnung des Zivilschutzes aufgelöst. Die gemeinsame Nutzung des Geländes verdeutlichte die enge Verzahnung der verschiedenen Organisationen im Bereich des Bevölkerungsschutzes.