Recklinghausen, 22.09.2012

Gemeinschaftsübung

„Friedrich der Große“

Mit einem großen Knall startete am 22.09.2012 die Gemeinschaftsübung von THW, Freiwilliger Feuerwehr, DRK und DLRG im Stadthafen Recklinghausen. Dieser Knall stand symbolisch für eine Verpuffung an Bord des Ausflugsschiffes „Friedrich der Große“, das danach manövrierunfähig auf dem Rhein-Herne-Kanal lag.

Wenig später erreichten erste Einsatzkräfte des Löschzuges Süd der Recklinghäuser Feuerwehr und des Ortsverbandes Recklinghausen unter großem Interesse der Bevölkerung den Stadthafen. Auf dem Wasserwege trafen vier Mehrzweckarbeitsboote aus den Ortsverbänden Recklinghausen, Datteln, Kamen-Bergkamen und Mülheim ein. Umgehend setzte ein Boot mit dem Abschnittsleiter der Feuerwehr und einem Melder zur Erkundung über, parallel wurde ein weiteres Boot mit einer Tragkraftspritze und einem Angriffstruppe ausgestattet. Ein weiteres Boot brachte einen Notarzt und einen Rettungsassistenten an Bord des Ausflugsschiffs zur Sichtung der Verletzten und Betroffenen.

Da aus dem Motorraum dichter Qualm aufstieg, ging die Feuerwehr unter Atemschutz und Hitzeschutzbekleidung vor und rettete aus dem Motorraum einen Verletzten und barg eine tote Person. Zugleich begann die Evakuierung des Schiffs, wobei zwei Rollstuhlfahrer und zwei blinde Reisende eine besondere Herausforderung für die Betreuungseinheit und die Bootsbesatzungen darstellten. An Land wurden die Personen dann von THW-Helfern übernommen, die diese dann zu einem von DRK Kreisverband Recklinghausen errichteten Behandlungsplatz auf einem nahegelegenen Parkplatz einer Mehlfabrik führten.

Neben den Personen mit realen Einschränkungen waren vier realistische Verletztendarsteller des DRK sowie rund 30 Jugendliche der DLRG und des THW an Bord, die die Ausflugsgruppe spielten. Insgesamt waren im Laufe der Übung rund 120 Einsatzkräfte aus allen beteiligten Organisationen ins Übungsgeschehen eingebunden.

Die vom Ausbildungsbeauftragten Matthias Berger initiierte und gemeinsam mit den beteiligten Organisationen ausgearbeitete Übung fand großen Anklang bei den Vertretern aus Politik und Verwaltung; insbesondere aber bei den Verantwortlichen der Organisationen. Neben dem Landtagsabgeordneten Josef Hovenjürgen und dem stellvertretenden Bürgermeister Ferdinand Zerbst befanden sich die Dezernentin für Sicherheit und Ordnung Genia Nölle und der Fachbereichsleiter des Ordnungsamtes Axel Petersmeier unter den Gästen. Die Feuerwehr wurde vertreten durch den Kreisbrandmeister Robert Gurk und den Leiter der Feuerwehr Recklinghausen Thorsten Schild. So zeigte sich der Kreisbrandmeister besonders interessiert und lobte anschließend die Übungsleitung für die Idee, sich an ein solches Szenario heranzuwagen, da so eine Lage hier noch nie beübt wurde, sie sich aber durchaus realistisch darstelle. Das Hauptziel, nämlich das Zusammenwirken der Kräfte und das Reagieren auf verschiedene Anforderungen in der Lage, insbesondere der Transport von Kräften und Material zum Schiff und betroffener Personen vom Schiff, funktionierte nahezu reibungslos.

Unterstützt wurde die Übungsleitung von der Fachgruppe Führung und Kommunikation aus Essen, die mit der Führungs- und Lageanhänger die notwendige Führungsinfrastruktur zur Verfügung stellte.

Bei der anschließenden Nachbesprechung und Kameradschaftspflege in der Dienststelle des THW Recklinghausen waren sich alle Teilnehmer einig, dass die Übung erfolgreich absolviert wurde und man auch in den nächsten Jahren weitere Gemeinschaftsübungen auf den Ausbildungsplan schreiben werde.
 


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