Unter diesem Motto stand auch in diesem Jahr wieder eine
Veranstaltung der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk am 27.09.2011 vor dem
Reichstag in Berlin. Seit 2002 veranstaltet das THW jährlich einen Tag, an dem
die Abgeordneten des Deutschen Bundestages die Möglichkeit zur Information und
zum Gespräch mit führenden Vertretern des THW haben. In diesem Jahr waren es über 230 Abgeordnete, die ihre Zusage für einen Besuch auf der Ausstellungsmeile des THW vor dem Paul – Löbe – Haus und im Begegnungszelt erteilt hatten. Und es kamen deutlich mehr ! Ortsbeauftragte und Führungskräfte aus der ganzen
Bundesrepublik waren nach Berlin gereist, um dort „Ihre“ Abgeordneten zu
treffen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Wesentliche Inhalte waren
natürlich die Folgen der Aussetzung der Wehrpflicht und damit verbunden die
Nachwuchssorgen. Der eingerichtete Bundesfreiwilligendienst ist für das THW
keine Alternative, da dieser nur für die Dauer von einem Jahr ausgelegt ist.
Alleine die Grundausbildung der Helferinnen und Helfer im THW dauert in der
Regel sechs Monate. Dem THW ist daran gelegen, auch weiterhin nachhaltige
Helfergewinnung betreiben zu können. Hierzu bedarf es neben innovative
Werbekampagnen vor allem einer Perspektive für eine sinnvolle Tätigkeit im THW.
Dafür warben die anwesenden Führungskräfte und zeigten den Abgeordneten an
verschiedenen Stationen, was das THW leistet. Hierbei konnten die Abgeordneten
selbst für einen Augenblick in die Rolle eines THW Helfers schlüpfen und im
wahrsten Sinne des Wortes THW „begreifen“. Viele Abgeordnete pflegen schon zum Teil seit langer Zeit intensive Kontakte zu den Ortsverbänden in ihrem Wahlkreis. Und dennoch konnte man immer wieder erkennen, dass auch bei dieser Veranstaltung neue Aspekte auf den Tisch gebracht wurden, die es vor Ort in weiteren Gesprächen zu vertiefen gilt. Der Recklinghäuser Ortsbeauftragte war in seiner Doppelfunktion als Orts- und Kreisbeauftragter angereist und freute sich, dass er zusammen mit seinen Amtskollegen Peter Göbel (OV Herten) und Olaf Linsner (OV Castrop – Rauxel) die drei Abgeordneten des Kreises Recklinghausen begrüßen durfte.
Michael Groß (SPD, Wahlkreis Recklinghausen II) und Frank Schwabe (SPD, Wahlkreis Recklinghausen I) hatten sich sehr viel Zeit genommen, um mit ihren Ortsbeauftragten zu sprechen und sich die aktuellen Probleme und Entwicklungen in ihren Wahlkreisen darstellen zu lassen. Beide lobten das Engagement des THW im Ausland, wo das THW ein hoch geachteter Partner der weltweiten Hilfsorganisationen ist und wo es als Botschafter der Bundesrepublik gute und wichtige Arbeit leistet. Für die Schwierigkeiten bei der Einbindung in örtliche Aufgaben im Inland und der Akzeptanz in der Bevölkerung zeigten sie großes Interesse und diskutierten lebhaft Lösungsvorschläge.
Philipp Mißfelder (CDU, Wahlkreis Recklinghausen I) konnte leider nur für einen kurzen Augenblick die Veranstaltung besuchen und musste sich wegen dringender Termine wieder direkt in Fraktionssitzungen begeben. Er wollte es sich aber nicht nehmen lassen, die aus dem Kreis Recklinghausen angereisten THW Vertreter zu begrüßen und ihnen für ihre Arbeit zu danken. Mit allen drei Abgeordneten wird die Kontaktpflege in den Ortsverbänden in der nächsten zeit sicher noch intensiviert. Das THW als Bundesanstalt braucht die Unterstützung der Bundespolitik – und das nicht ausschließlich in finanziellen Fragen, sondern ganz besonders in der Unterstützung der Arbeit, der Akzeptanz bei Arbeitgebern ehrenamtlicher Helfer und der Zuweisung nachhaltiger Aufgaben mit Perspektive, um auch weiterhin Menschen für eine Mitwirkung im THW begeistern zu können. |

